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Pisa und die Küste der Toskana

Ferienhaus am Meer

Pisa und die Küste der Toskana

Die Nähe zur Küste war für Pisa schon immer ein entscheidender Vorteil, den die Stadt schon früh geschickt zu nutzen wusste. Ab dem 11. Jahrhundert unterhielt die Seerepublik an der 13 Kilometer entfernten Flussmündung des Arno eine schlagkräftige Schiffsflotte. Von hier aus zogen die Pisaner in die langjährigen Kämpfe zwischen der Christlichen und der Islamischen Welt. Auf diesen Kreuzzügen konnte Pisa entscheidende Siege verbuchen. Durch ihre überlegene Seemacht erschlossen sie neue Wege des Seehandels und gründeten gar mehrere Handelskolonien im Orient. Dank dem so erschaffenen Wohlstand fand in Pisa zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert eine große künstlerische Blütezeit statt. Hier vereinen sich Baustile des frühchristlichen Zeitalters, des lombardisch-romanischen Stils und der arabischen Welt zum pisanisch-romanischen Stil. Am eindrücklichsten spiegelt dies der wundervolle und weltbekannte "Piaza dei Miracoli" wider. Der Platz der Wunder vereint Dom, Baptisterium, Friedhof und Schiefer Turm mitsamt seinen Kunstschätzen und Denkmälern zu einem der schönsten Kirchenensembles Italiens.
Haus am Meer Italien

Der Westen von Pisa

Im Westen von Pisa entlang des über 300 Kilometer langen toskanischen Küstenstreifens wechseln sich flache weitläufige Sandstrände mit felsigen Buchten ab. Ganz im Norden liegen die beliebten und zugleich mondänen, meist von italienischen Touristen besuchten Ferienziele Marina di Massa oder Forte dei Marmi. Südlich von Pisa säumen ausgedehnte dichte Pinienwälder die Strände. Dazwischen trifft man auf reizvolle, mittelalterliche Fischerorte, wie etwa Castiglione della Pescaia. Hier befinden wir uns schon in den Küstenniederungen der Maremma, einstiges malariaverseuchtes Sumpfgebiet. Das Herz bildet der 200 km2 große Naturpark Maremma in der Toskana der Lebensraum für Hirsche, Rehe, Dachse, Füchse, Hasen, Stachelschweine und zahlreiche Vögel bietet. Schönste Wanderzeit ist zweifellos der Frühling, wenn die farbenprächtige Macchia ihren wohlriechenden Blütenduft verbreitet.

Inseln der Toskana

Typische Vertreter des mediterranen Buschwaldes sind Rosmarinbüsche, Lorbeer, Myrte, Erdbeerbaum, Ginster oder Zistrose. Aber auch Steinlinde und Steineiche trifft man an. Verschiedene Aussichtspunkte eröffnen herrliche Panoramablicke auf die weitläufige Küste und auf das azurblaue Tyrrhenische Meer. In diesem Küstengewässer, das zu den saubersten des Mittelmeeres gehört, liegen sieben zauberhafte Inseln verstreut. Zusammen bilden die meist steil aufragenden Eilande mit ihren schroffen Felsküsten und kleinen Sandbuchten den "Toskanischen Archipel". Die bekannteste Insel der Toskana ist die Insel Elba. Der Legende nach sind die Inseln ein Geschenk der tyrrhenischen Venus. Als sie aus den Wogen des Meeres aufstieg lösten sich aus ihrem Stirnschmuck sieben Juwelen, aus denen schließlich die Inseln entstanden. Im Jahre 1996 wurden 750 km2 dieser faszinierenden Meereslandschaft zum Parco Nazionale dell' Arcipelago Toscana erklärt.
Ferienhaus Elba

Elba

Die größte Insel im Tyrrhenischen Meer ist Insel Elba, mit einer Größe von 224 km2. Von Piombino aus kann man die nur 20 Kilometer entfernte Insel mit einer Fähre erreichen. Das milde Klima und die unzähligen Sportmöglichkeiten machen Elba zu einem beliebten Urlaubsziel. Die Insel bietet die schönsten Touren für Radfahrer, Reiter und Wanderer, schöne Golfplätze und das ideale Wetter für Paraglider. Von Tauchen über Surfen bis hin zum Segeln, für Wassersportler bleiben keine Wünsche offen. In den meisten Badeorten werden Tauchkurse angeboten und Boote verliehen. Badeurlauber finden in Buchten und an Stränden mit türkisblauem Wasser ihr Paradies, wie in Marina di Campo, dem größten Strand der Insel. Neben Felsformationen findet man auf Elba eine einzigartige Pflanzenwelt, die geprägt ist von unzähligen Arten von Orchideen, denn auch Elba gehört zum Nationalpark der Toskana. Im Landesinneren liegen Weinbaugebiete und der höchste Berg der Insel, Monte Capane. Eine Seilbahnfahrt auf den Berg lohnt sich, denn oben wartet eine traumhafte Sicht über Elba.
Inseln Toskana

Giglio

Die zweitgrößte Insel der Toskana ist mit 22 qkm Giglio. Vom 20 Kilometer entfernten Festland ist die Insel mit der Fähre von der Halbinsel Monte Argentario zu erreichen. Die wilde Natur, die Pinienwälder und die Olivenhaine laden zum Wandern und Spazieren ein. An einigen Buchten und Stränden, die die sonst felsige Küste durchziehen, findet sich ein Paradies für Badeurlauber und Taucher. Das kristallklare Wasser und die Artenvielfalt der Fische bieten hier ein perfektes Tauchrevier. Das milde und immer sonnige Klima lädt auch zu einem Tagesausflug ein, bei dem die einzigartige Natur der Insel, die teilweise ebenfalls dem Nationalpark gehört, erkundet werden kann.
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Capraia

Südlich von Gorgona und ein paar Kilometer nordwestlich von Elba liegt die Insel Capraia. Eine Fährfahrt ab Livorno dauert 1,5 Stunden. Mit 20 km2 ist sie die drittgrößte Insel der Toskana und ebenfalls als Gefängnisinsel bekannt. Jedoch ist davon heutzutage nichts mehr zu spüren. Die vielfältige und beeindruckende Natur bietet heute ein Paradies für Urlauber und Taucher, die zwischen der Steilküste in einigen Buchten sowohl Erholung als auch Abenteuer finden. Auch Capraia ist bergig, zählt ebenfalls zum Naturschutzgebiet und bietet so viele Möglichkeiten für Wanderer. Ruhe und Erholung finden Natururlauber auch am Lago Laghetto, einem Süßwassersee im Inneren der Insel. Der Duft vieler Blumen und Kräuter ist auf der ganzen Insel zu riechen. Im kleinen und belebten Ort Capraia Isola tummeln sich im Sommer Urlauber und nutzen die Chance, um die berühmte Festung zu besichtigen, die direkt in eine Felswand integriert ist.
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Montecristo

Die 10 qkm große Insel Montecristo wurde durch den Roman „Der Graf von Montecristo” auch weltweit bekannt. Da Montecristo Naturreservat ist, wird die Welt die kleine beschauliche Insel jedoch nie kennen lernen. Es gibt keine Fährverbindung zur Insel und ein Mindestabstand von einer Seemeile ist rund um Montecristo einzuhalten. Wissenschaftler, Forscher und Studienreisende dürfen nur mit besonderer Genehmigung nach Montecristo. Die Insel ist somit unzugänglich für Besucher, da auf diese Weise die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt erhalten und erforscht werden kann.
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Gorgona

Die nördlichste Insel des toskanischen Archipels ist Gorgona. Mit etwas über 2 km2 ist sie eine der kleinsten Inseln des Tyrrhenischen Meeres und liegt 37 Kilometer entfernt von Livorno. Von dort aus erreicht man die Insel mit einer Fähre. Ein Vulkanfelsen, zahlreiche Bauwerke der Griechen, Römer und der Mönche prägen das Bild der Insel. Den Großteil nimmt ein Hochsicherheitsgefängnis ein, weswegen die Insel auch nur einmal pro Woche mit einer geführten Tour besichtigt werden kann. Ein weiterer Grund für die eingeschränkte Besichtigung ist die atemberaubende und einzigartige Flora und Fauna, die zum Teil nur auf Gorgona vorkommt, ebenso wie besondere archäologische Funde. Teile der Insel zählen zum Nationalpark Parco Nazionale dell´ Arcipelago Toscano. Fast 90 % sind mit mediterraner Macchia bedeckt, wobei noch weitere 400 Pflanzenarten auf der gebirgigen und felsigen Insel ihr Zuhause gefunden haben. Die delikatesten Fische der Region stammen aus Gorgona, da dort das Wasser am saubersten ist. Schifffahrt und Tourismus sind dort teils verboten, teils eingeschränkt.
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Pianosa

14 Kilometer südlich von Elba liegt die 10 qkm große Insel Pianosa. Auch sie war, wie die meisten der Inseln des toskanischen Archipels, eine Gefängnisinsel. Im Vergleich zu ihren Nachbarinseln ist Pianosa jedoch sehr flach und keineswegs gebirgig. Kleine weiße Felsformationen geben der Insel ein besonderes Flair. Die Überreste des Palastes in der Bucht Cala Giovanna, welche die einzige Bucht ist, in der Baden erlaubt ist, Katakomben und die Spuren der Römer bieten Sehenswertes für Besucher. Jedoch ist auch hier die Besucherzahl der Tagesgäste beschränkt, da Pianosa ebenfalls zum Naturschutzgebiet gehört. Zeichen dafür ist die unberührte Natur mit ausgeprägter Flora und Fauna, die abseits des Massentourismus durch Boots- und Fischerverbote erhalten blieb.

Giannutri

Im Süden der Toskana findet man wieder eine der kleineren Inseln im Tyrrhenischen Meer. Die halbmondförmige, 3 km2 große Insel Giannutri bietet eine atemberaubende Unterwasserwelt und ist somit ein Paradies zum Tauchen und Schnorcheln. Dies ist allerdings nur eingeschränkt gestattet, da die Insel, wie die meisten der toskanischen Inseln unter Naturschutz steht. Im kristallklaren Wasser finden sich Grotten, gesunkene Schiffe der Römer und ein einzigartiges Meeresbiotop. Ebenfalls erhalten sind die Ruinen alter römischer Villen. Die Flora und Fauna auf Giannutri wird durch ein striktes Autoverbot erhalten und nicht beeinträchtigt, so dass sich Pflanzen und Tiere im milden Klima der Insel frei bewegen und entfalten können.

Golfen in der Toskana

Strände der Toskana

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